Schulsozial­arbeit

Grundlagen­ der Schul­sozialarbeit an der Heinrich-Hansjakob-Schule

Die Schul­sozial­arbeit an der Heinrich-Hansjakob-Schule wird vom Kinder- und Jugend­referat der Stadt Waldshut bereit­gestellt. Linda Kampfmann ist seit März 2018 für die Schul­sozial­arbeit zuständig.

Prävention bedeutet, Probleme früh­zeitig zu verhindern oder zu ver­meiden. Präventive Projekte finden auf verschiedene Art und Weise an und inner­halb der Schule statt und werden besonders in den Bereichen Gewalt, Resilienz-Förderung, Sucht und Mobbing durch­geführt.

Soziales und emotionales Lernen umfasst die Fähig­keiten von Kindern, Konflikte ange­messen zu lösen, die eigenen Gefühle ein­zu­schätzen und kontrollieren zu können um eskalierende Situationen zu vermeiden. Außer­dem heißt soziales Lernen, die Bereitschaft zu ent­wickeln, sich für andere Angelegen­heiten und Menschen zu engagieren. Es umfasst auch die Regeln des sozialen Mit­einanders und das Recht einer jeden Person auf eine eigene Meinung. Team­fähig­keit, gegen­seitiges Vertrauen, gegen­seitiges Helfen und Ko­operations­bereit­schaft sind hier wesen­tliche Eigen­schaften, die trainiert werden.

Intervention bedeutet, dass die Schul­sozial­arbeit in dem Moment, in dem Probleme auf­treten präsent ist, ein­greift oder helfend zur Seite steht. Unsere Adressaten sind in diesem Bereich nicht nur die Kinder und deren Konflikte, sondern auch die Lehrkräfte, die in schwierigen Klassen­situationen begleitet werden. Auch Eltern, die sich in familiären Problemen oder konflikt­behafteten Leben­sumständen befinden, begleiten wir ebenso.

Netz­werk­arbeit innerhalb der Stadt Waldshut-Tiengen und dem Angebot an außer­schulischen Hilfen. Durch eine enge Zusammen­arbeit und Kooperation mit anderen Hilfe­anbietern (Beratungsstellen, Hort, Jugendamt etc.) gehen wir davon aus, dass es eine Ent­lastung und Hilfe­stellung für alle Be­teiligten gibt. Eine ständige und stetige Aktualität unseres Netz­werks ist uns sehr wichtig.

 

Beratung

Schul­sozial­arbeit hat eine beratende Funktion und dient als Ansprech­partner für SchülerInnen, Eltern und Lehrer.

Jegliche Gespräche finden auf frei­williger Basis und Vertraulichkeit statt. Erreichbar bin ich montags bis freitags in den Räum­lich­keiten der Heinrich-Hansjakob-Schule unter der Telefonnummer 07751/833-308. Da ich auf­grund von Projekten, Gesprächen, Team­besprechungen oder Kooperations­treffen nicht immer persönlich zu erreichen bin, können Sie mir auch gerne eine E-Mail an lkampfmann@waldshut-tiengen.de schreiben.

Ich freue mich darauf, Sie kennen zu lernen!

Linda Kampfmann
(Sozialpädagogin B.A.)

Präventive Projekte

Das soziale Lernen ist zentrales Element im Schul­alltag der Kinder. In allen vier Jahr­gangs­klassen werden auf­einander auf­bauende sozialpädagogische Projekte implementiert, die Kinder zu gegen­seitigem Respekt, Selbst­ständig­keit und Partizipation führen sollen. Das soziale Lernen ist immer präsent: während des Unterrichts, im Klassen­rat, durch das Klassen­tage­buch, durch regel­mäßige Feedback-Runden, im Schüler­rat und bei der Bestimmung des Mottos des Monats. Während den Pausen durch den Cool-Down-Raum, in dem Konflikte, die während den Pausen auf­treten, in Ruhe unter pädagogischer Anleitung geklärt und aufgearbeitet werden.

Klasse 1

Die Gewaltfreie Kommunikation (nach Marshall B. Rosenberg) soll Menschen dazu befähigen, so miteinander umzugehen, dass durch die Kommunikationsidee mehr Vertrauen und Freude am Leben entsteht. Die Gewtfreie Kommunikation wird in der ersten Klasse mit dem Projekt „Giraffentraum“ eingeführt, die Kinder bekommen so vier Kommunikationsschritte an die Hand, mit denen sie lernen können gewaltfrei zu sprechen (BEOBACHTEN ohne zu bewerten, GEFÜHLE wahrnehmen und erkennen, BEDÜRFNISSE erkennen und benennen, eine BITTE zu formulieren).

Klasse 2

Als präventives Projekt bietet die Schulsozialarbeit als Experte für soziales Lernen ein Sozialtraining an. Das Sozialtraining stammt von dem Konzept von Konflikt-Kultur© in Freiburg. Ziel des Trainings ist die Förderung sozialer Kompetenzen und das respektvolle Zusammenleben innerhalb der Klassengemeinschaft sowie die Prävention im Bereich „Mobbing“.

Klasse 3

Der Klassenrat ist eine regelmäßig stattfindende Gesprächsrunde, in der die Kinder Themen besprechen, die das Miteinander in der Klasse betreffen. Die Themen jeder Gesprächsrunde bestimmen die Kinder selbst. Der Klassenrat beeinflusst das Lern- und Klassenklima positiv, er bietet den Kindern die Möglichkeit, sich verschiedene Kompetenzen anzueignen und zu üben.

Die Kinder der Klassenstufen 3 und 4 besprechen im Klassenrat aktuelle Auffälligkeiten und überlegen sich Ideen für ein Motto des Monats. Anschließend werden die Ergebnisse aus den Klassen durch die Klassensprecher im Schülerrat gesammelt und besprochen, der monatlich stattfindet. Die Schüler selbst entscheiden demokratisch mit Hilfe der Schulsozialarbeit zum Beispiel welches das aktuelle Motto des Monats werden soll.

Neben der Besprechung für das Motto des Monats gibt es in der Schülerratssitzung den Raum, unterschiedliche Belange der SchülerInnen zu thematisieren und zu besprechen. Auch haben die Kinder hier Möglichkeiten, eigene Ideen für das Schulleben einzubringen und Wünsche sowie Vorschläge zu äußern.

Klasse 4

Der Klassenrat ist eine regelmäßig stattfindende Gesprächsrunde, in der die Kinder Themen besprechen, die das Miteinander in der Klasse betreffen. Die Themen jeder Gesprächsrunde bestimmen die Kinder selbst. Der Klassenrat beeinflusst das Lern- und Klassenklima positiv, er bietet den Kindern die Möglichkeit, sich verschiedene Kompetenzen anzueignen und zu üben.

Wir starten das neue Schuljahr jeweils mit einem spannenden erlebnispädagogischen Tag im Wald für Klasse 4 mit Unterstützung eines erfahrenen Erlebnispädagogen. Die Erlebnispädagogik setzt darauf, dass sich besondere Erlebnisse tief einprägen und lange nachwirken. Durch die Erlebnispädagogik sollen Lernprozesse in Gang gesetzt werden. Angestrebt werden Entwicklungen in Verhalten, Denken und Fühlen. Diese umfassen z.B. individuelle, soziale, sachliche und ökologische Lernziele. Die Lerninhalte werden nicht rein theoretisch vom Pädagogen vorgegeben, sondern sollen ganzheitlich erfahrbar sein und sich aus einer Realsituation ergeben. Der Sinn und Zweck des Erlernten soll so unmittelbar ersichtlich werden.

Derzeit übernehmen Schüler der vierten Klassen den Dienst des Bachpaten. Die Bachpaten säubern immer in der großen Pause freiwillig den Bach, der über den Johannisplatz läuft. In größeren Abständen veranstalte ich Bachpatentreffen, um gemeinsam mit den Schülern ihre Tätigkeit zu reflektieren, den Einsatzplan und Konflikte zu besprechen. Neben den Bachpaten gibt es noch die Bachpatensprecher, die für ihre Gruppe Ansprechpartner sind.

Die Kinder der Klassenstufen 3 und 4 besprechen im Klassenrat aktuelle Auffälligkeiten und überlegen sich Ideen für ein Motto des Monats. Anschließend werden die Ergebnisse aus den Klassen durch die Klassensprecher im Schülerrat gesammelt und besprochen, der monatlich stattfindet. Die Schüler selbst entscheiden demokratisch mit Hilfe der Schulsozialarbeit zum Beispiel, welches das aktuelle Motto des Monats werden soll.

Neben der Besprechung für das Motto des Monats gibt es in der Schülerratssitzung den Raum, unterschiedliche Belange der SchülerInnen zu thematisieren und zu besprechen. Auch haben die Kinder hier Möglichkeiten, eigene Ideen für das Schulleben einzubringen und Wünsche sowie Vorschläge zu äußern.

klassenübergreifend

Das Motto des Monats soll an unserer Schule das Miteinander der Schüler und Schülerinnen prägen. Durch veränderte familiäre und gesellschaftliche Strukturen wird es für viele Kinder immer schwieriger, erwünschte und geforderte soziale Kompetenzen zu erwerben und diese umzusetzen. Soziale Kompetenzen umfassen unter anderem Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Höflichkeit, Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme. Unser „Motto des Monats“ soll von allem ein wenig beinhalten, es soll die Schüler neben den sozialen Tugenden auch zu mehr Verantwortung führen. Die Schüler, die die Mottos erarbeiten, sollen sich gründlich damit auseinandersetzen und eine Vorbildfunktion übernehmen. Der Partizipations-Gedanke ist hier stark verankert, die Schüler können sich für ihre Schule engagieren und aktiv mitentscheiden, was ihnen wichtig ist.

Von Ferienzeitraum zu Ferienzeitraum gibt es daher ein „Motto des Monats“.

Es wurde mit der Schulordnung kombiniert, damit auch diese Regeln im Schulhaus präsent sind.

Durch das einheitlich festgelegte Regelsystem (Menschenrechte, Klassen- und Schulregeln) war es uns wichtig, die Schüler auch dafür anzuspornen, gute Leistungen im Miteinander zu zeigen. Im Rahmen dieses Systems führten wird das Belohnungssystem ein. Zur Belohnung für besonders gute Leistungen im sozialen Miteinander ist es pro Schuljahr je zwei Kindern aus einer Klasse möglich gemeinsam mit der Schulsozialarbeit, an dem „Joker-Ausflug“ teilzunehmen, der immer als Highlight zum jeweiligen Schuljahresende stattfindet.

Die Weiterkonzeptionierung des Cool Down Raumes stellt die Indikationsgruppe „Soziales Miteinander“ dar. Die Kleingruppe von maximal zehn Kindern erhält hier ein individuelles klassenübergreifendes Sozialtraining, welches in einer Konzeption und Erläuterung der einzelnen Module niedergeschrieben wurde. Die Kleingruppe erarbeitet und erlernt spielerisch in mehreren Einheiten verschiedene Themen zum Sozialen Miteinander. Ziel der Indikationsgruppe ist die Förderung sozialer Kompetenz, emotionaler Intelligenz, ein gewaltfreier und friedlicher Umgang untereinander sowie die Resilienz-Förderung. Erreicht wird dies u. a. durch die Arbeit an alltäglichen Konflikten zwischen den Kindern, wie sie in Schulklassen oder festen Gruppen vorkommen. Der respektvolle Umgang miteinander, die gegenseitige Wertschätzung und der Zusammenhalt werden durch die Indikationsgruppe gestärkt. Die positiven Beziehungserfahrungen wirken sich auch auf die Lernmotivation aus und führen erfahrungsgemäß zu einem verbesserten Arbeits- und Lernklima.

Um den Schüler/Innen an der Schule eine konfliktfreie Pause zu ermöglichen, gibt es den Cool-Down-Raum. Schüler/Innen, die während den Pausen Schwierigkeiten haben sich an die Menschenrechte zu halten können über die Konflikte und Auseinandersetzungen innerhalb des Raums sprechen. Durch die Begleitung von Aufsichtspersonen haben die Schüler/Innen die Möglichkeiten ihr Verhalten zu reflektieren und gegebenenfalls eine Wiedergutmachung zu leisten. Ziel des Raumes ist ein friedliches Miteinander an und in unserer Schule.

weitere Adressen

Sozialcurriculum

Schulpsychologische Beratungsstelle

Eisenbahnstraße 29
79761 Waldshut-Tiengen

Jugendamt Waldshut

Kaiserstraße 110
79761 Waldshut-Tiengen

Stadt Waldshut-Tiengen

Kaiserstraße 28-32
79761 Waldshut-Tiengen

Kontaktdaten:

Linda Kampfmann
(Sozialpädagogin B.A.)

Telefon 07751/833-308
E-Mail lkampfmann@waldshut-tiengen.de